Osteoporose – ein häufiges aber behandelbares Übel

15.12.2017
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Ein wesentlicher Bestandteil der Orthopädie und Unfallchirurgie ist die Erkennung und Behandlung von Knochenkrankheiten (sog. Osteologie). Hierzu gibt es international anerkannte und ständig aktualisierte Leitlinien des Dachverbandes Osteologie (DVO).

Die bekannteste und häufigste Knochenkrankheit ist ohne Zweifel die Osteoporose. In Österreich sind etwa 600.000-800.000 Menschen von Osteoporose betroffen. Besonders gefährdet sind Frauen nach der Menopause oder Männer ab dem Alter von etwa 65 Jahren, bei denen Osteoporose in der Familie bekannt ist. Weitere Risikofaktoren für die Osteoporose sind z.B. Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Cortison) über einen längeren Zeitraum, Untergewicht, internistische oder neurologische Begleiterkrankungen, langandauernde Immobilisation z.B. durch lange Bettlägerigkeit, einseitige Ernährung und Bewegungsmangel, Milchunverträglichkeit sowie z.B. auch das Rauchen.

Bei der Osteoporose wird der Knochen durch eine Reduzierung der Knochenmasse und durch Auflockerung der normalen Netzstruktur (sog. Trabekel) immer brüchiger. Dies kann schon bei Bagatellverletzungen oder sogar ohne Unfall zu schweren Knochenbrüchen z.B. des Schenkelhalses, des Handgelenkes oder auch von Wirbelkörpern führen.

 

 

 

© Blausen.com staff (2014)

Der Knochen des Menschen unterliegt einem ständigen Umbau, d.h. Abbau alten Knochens und Wiederaufbau neuen Knochens. Bis zum Alter von etwa 35 Jahren überwiegt hierbei der Knochenaufbau, danach überwiegt bei jedem Menschen der Knochenabbau. Das bedeutet, dass bis zum Alter von etwa 35 Jahren möglichst ein dickes ,,Knochenkonto‘‘ aufgebaut werden sollte. Das wird z.B. durch regelmäßige Bewegung und ausgeglichene Ernährung erreicht. Der Knochenabbau ist individuell unterschiedlich stark ausgeprägt und hängt unter anderem von obengenannten Risikofaktoren ab. Man kann also den Knochen mit einem Muskel vergleichen: wird er nicht regelmäßig belastet, wird er immer schwächer und damit brüchiger.

Um festzustellen, ob eine Osteoporose oder eine Gefährdung für Osteoporose vorliegt, verwendet der Arzt verschiedene diagnostische Methoden. Durch eine gezielte Befragung kann das individuelle Osteoporoserisiko ermittelt werden. Ist das Risiko erhöht, so kommt die Knochendichtmessung mit äußerst schwachen Röntgenstrahlen (sog. DXA-Messung) an der Wirbelsäule und unter Umständen auch an der Hüfte zur Anwendung. Ergänzt werden kann die Diagnostik der Osteoporose durch Röntgenbilder der Wirbelsäule und durch eine spezielle Blutuntersuchung.

Alle Untersuchungsergebnisse fließen in die Auswahl der Behandlung ein. Bei der Vorstufe der Osteoporose (sog. Osteopenie) kann eine Ernährungsergänzung mit Vitamin D und Kalzium sinnvoll sein. Bei Vorliegen einer Osteoporose werden heutzutage moderne, gut verträgliche Medikamente eingesetzt, die das Risiko eines (erneuten) Knochenbruches erheblich reduzieren können. Dies wurde in vielen Studien weltweit belegt. Ergänzend können physiotherapeutische Maßnahmen und auch orthopädische Hilfsmittel z.B. zur Sturzprophylaxe verordnet werden.

Als erste stationäre Rehabilitation im „Ländle“, eingebettet  in der einzigartigen Naturlandschaft Vorarlbergs, verschreibt sich die Reha-Klinik Montafon der optimalen und ganzheitlichen Behandlung der Patienten und steht für erstklassige orthopädische, kardiologische und neurologische Rehabilitation nach internationalen Standards.

Der Autor Prim. Dr. Christian Fränkel ist Ärztlicher Leiter und Leiter des Bereiches Orthopädie und Traumatologie der Rehaklinik Montafon – Schruns in Vorarlberg, einer Gesundheitseinrichtung der VAMED.

 

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Prim. Dr. Christian Fränkel Reha-Klinik Monatfon Schruns

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